Freitag, 12. Juni 2009

Neues Schulfach: Verschärfte Konfliktlösung

Gymnasien, Haupt-, Real- und vor allem Sonderschulen in Bayern und NRW planen, wie gut informierte Kreise (nein, damit meine ich NICHT die Bundesregierung) berichten, die Einführung eines neuen Schulfachs: "Verschärfte Konfliktlösung". Hierzu werden bereits die Sporthallen und die Keller der Schulgebäude umgebaut, sodass der Unterricht dann pünktlich mit Beginn des nächsten Schuljahres starten kann.

Gerade an Hauptschulen ist das Thema Konfliktlösung seit langem ein Thema. Nachdem jetzt infratest dimap in einer sehr repräsentativen Umfrage herausgefunden hat (Quelle ist bereits leider von der geliebten Bundesregierung zensiert worden), dass das mit dem Konflikttraining durch weichgespülte Psychologen und Sozialarbeiter nicht so gut funktioniert hat, will das Land NRW als erstes den konsequenten Schritt, im Sinne einer Reform, nach vorne tun und wieder auf altbewährte Konfliktlösungsstrategien setzen.

Diese Strategien, die vor langer Zeit von unseren Vorfahren, den Neandertalern (jede Ähnlichkeit mit Hauptschülern und Politikern ist rein zufällig und nicht beabsichtigt), konzipiert und Jahrhunderte mit großem Erfolg umgesetzt wurden, nennt man heute politisch korrekt nicht mehr "Management by Keule", sondern "Verschärfte Konfliktlösung". Dieses Vorhaben wird, neben den Ländern, vor allen Dingen von der Bundeswehr begrüßt und gefördert. Im Frühjahr ist hierfür eine Spende der Bundeswehr an die Schulen in Aussicht gestellt worden (ausrangierte aber funktionstüchtige Schnellfeuerwaffen, Handgranaten, Panzerabwehrraketen und Flammenwerfer).

"Killerspiele sind Kinderspielzeug und Schnee von gestern, dass reicht uns nicht mehr. Wir brauchen angesichts der ständigen globalen Terrorgefahr ein wehrhaftes Volk. Ausserdem müssen die Kinder an den Schulen vor Amokläufern geschützt werden. Am besten wird dies durch die Bewaffnung von Schülern und eine solide militärische Ausbildung ab der 3. Klasse erreicht. Wir wollen hier keine Risiken eingehen, Sicherheit geht uns alle an. Ich möchte übrigens noch kurz meine Mutti grüßen und vor einem terroristischen Anschlag warnen, der unmittelbar bevor steht. Aus diesem Grund ist momentan, wie sie ja alle wissen, auch die Pressefreiheit eingeschränkt. Tschüss Mutti!", so ein führender Politiker der lieber anonym bleiben möchte.

Die Schützenvereine (wer will und kann diese jetzt noch verbieten wollen, wo sie scheinbar doch integraler Bestandteil des deutschen Bildungssystems sind!) sind vom Vorhaben begeistert und signalisieren bereits Zustimmung.



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