Montag, 11. Mai 2009

Prof. Christoph Meinel- Schnauze halten!

Das Hasso Plattner Institut versteht sich als "universitäres Exzellenz-Center" und "wirbt um begabte junge Leute, die mehr als ein 'normales' Informatik-Studium anstreben".

Nach den jüngsten Aussagen von Prof. Christoph Meinel (Direktor des Hasso-Plattner-Instituts) interpretiere ich den obigen Satz mal so:

Wenn Sie zur CDU wählenden Elite des Landes gehören, keine eigene Meinung haben aber gut programmieren können, ohne Aufzumucken einfach das machen können was man ihnen sagt (aber dies sehr exzellent, nicht nur einfach irgendwie WIR SIND JA ELITE!), autoritätshörig und arschkriecherisch veranlagt sind, Zensur gutheissen, von Kommilitionen an einer stinknormalen Uni verprügelt werden würden, ausser 3-Teilern nix anderes im Schrank hängen haben dann sind Sie im Hasso Plattner Institut richtig.


Liebes Hasso Plattner Institut, die begabten jungen Leute die Ihr wollt, werden euch (hoffentlich) ab sofort ausbleiben. Also: Laden am besten gleich dichtmachen und in Zukunft einfachs Maul halten!

Christoph Meinel forscht übrigens im Bereich Internetzensur, da erübrigt sich wohl jeder Kommentar:
Safer Internet - Schutz vor unerwünschten und anstößigen Inhalten


Obwohl, einer doch noch (kann grad nicht anders):

"Interessanterweise hat bei gedruckten Medien die Öffentlichkeit längst akzeptiert, dass Strafbares dort nicht veröffentlicht werden darf und versteht das nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Wir müssen lernen, dass dies auch für das noch sehr junge Medium Internet zu gelten hat"
, betonte Meinel.

Das sehr junge Medium Internet ist vermutlich deutlich älter als Hasso (ich meine natürlich den Hund v. Hr. Meinel) und Meinel zusammen.
Nur weil die gedrucken Medien sich noch immer nicht vollständig von der Gleichschaltung erholt haben wird die Diskrepanz zum "neuen" Medium Internet so deutlich.

Und nochmal: Es geht nicht darum strafrechtlich relevantes Material im Internet gutzuheißen (ganz im Gegenteil, das möchte ich nur nochmal klarstellen), sondern darum dass hier populistischer Wahlkampf auf dem Rücken von Wehrlosen stattfindet. Und das, Herr Meinel, Frau vdl, Herr Guttenberg, Herr WPütz, ... finde ich einfach nur zum Kotzen!!

Kommentare:

  1. Polemisch... das trifft es wohl... Schon mal drüber nachgedacht, dass die Meinung von Herrn Prof. (wo hat er diesen Titel eigentlich her?) Meinel nichts mit dem Hasso-Plattner-Institut zu tun hat? Also... einfach mal Blog dichtmachen und in Zukunft einfachs Maul halten!

    Herr Meinel forscht im Übrigen nicht im Bereich Internetzensur sondern Internettechnologien (das macht seine Äußerungen nicht besser oder richtiger, aber wenn schon pedantisch, dann bitte richtig!)

    Dass der Großteil der Studenten nicht konform geht mit den hier angesprochenen Äußerungen von Herrn Meinel und sie für das HPI als rufschädigend ansieht sei auch noch angemerkt.

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  2. HPI Student .... naja ... Absolvent17. Mai 2009 um 03:16

    Achso.... der Überschrift stimme ich übrigens uneingeschränkt zu!

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  3. Lieber HPI Student,

    der Mann ist ja schließlich euer Direktor und er hat seine Stellung (miss-) gebraucht um öffentlichkeitswirksam irgendwelches Gelaber zum Besten zu geben. Also HPI und Meinel zu trennen zählt nicht.

    Und zum Thema "Großteil der Studis geht nicht konform mit den Meinelschen Äußerungen": Schön, aber wo ist euer Protest und euer Aufstand?! Hab weder bei Twitter noch bei Heise über Studentenrevolten am HPI gelesen. Wenns die doch gegeben hat - Glückwunsch, aber schlechtes Marketing.

    Im Ernst:
    Schmeisst den Penner raus bevor er euch euren Abschluss, euren Ruf und eure Berufschancen versaut!

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  4. anderer Student25. Mai 2009 um 14:52

    Lieber Schrozberg,

    die Regierung, die dieses Gesetz in der Form verabschieden will, ist doch im Grunde auch eine Art "Direktor" und es gibt auch keine größere "Revolte". Wenn am HPI jeder tausendste seine Meinung dagegen äußern würde, wären es keine zwei Personen.

    Einen Direktor eines halb-privaten Instituts rauszuschmeissen ist nicht so problemlos durchsetzbar, da Proteste aus der Studierendenschaft nicht zwangsläufig unabhängig von der weiteren Studienlaufbahn bleiben würden.

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  5. Mhh, eigentlich ist die Regierung kein Dikt.. äh Direktor, sondern ist vom Volk gewählt.

    Meinel wurde vermutlich von seinen Studenten nicht gewählt, oder?

    Wenn Dr. Meinel noch so ein paar Kracher loslässt ist die weitere Studienlaufbahn auch dahin.

    Revolte war natürlich polemisch gemeint, aber die Studis könnten sich wenigstens öffentlich distanzieren.

    Und: Es ist egal wieviele das tun, ob nun jeder 5. oder jeder 1000. Jede(r) einzelne ist wichtig und jede(r) einzelne zählt.

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  6. Noch ein paar Anmerkungen. Es lohnt sich zu recherchieren, was Christoph Meinel in den letzten 15 Jahren so getrieben hat. Dabei kann man auch www.archive.org benutzen. Meinel war ab Ende der 90er Jahre Direktor des Instituts für Telematik in Trier, das 2003 wegen finanzieller Probleme und erheblicher Reputationsverluste geschlossen werden musste. Man verkaufte u.a. ein nicht funktionierendes Redaktionssystem an den ahnungslosen Trierischen Volksfreund. Zugleich war er (zusammen mit Dr. Thomas Engel, heute Prof in Luxemburg) einer der Inhaber der "Internet Agentur Luxemburg". Diese "Agentur" verfügte — was damals viele verwunderte — über keine Website. Sie war mit Dutzenden anderer Firmen in einem Haus in Luxemburg untergebracht, das sehr, sehr viel Briefkästen hatte. Die Aufträge, die die "Agentur" entgegennahm, gab sie an das Institut weiter. Natürlich arbeitete das Institut viel günstiger, zumal man billige "Stipendiaten" beschäftigte, darunter Chinesen und Russen, die für ca. 1000 Mark voll arbeiten mussten. Das Institut wurde übrigens von Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, subventioniert. Dieser mochte das Institut nicht, ließ sich aber mehr oder weniger erpressen ("Exzellenz" in Rheinland-Pfalz). Man kann sich vorstellen, wo die Subventionen landeten. Später hat SAP (eben das Hasso Plattner Institut) den gescheiterten Professor mit offenen Armen empfangen. SAP versucht insgesamt, auf die deutschsprachige Wissenschaft Einfluss zu nehmen. Das lässt sich an mehreren Fällen und Personen zeigen. Das wäre eine eigene Recherche wert. Beginnen kann man z.B. an der Universität St. Gallen oder in Liechtenstein.

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