Freitag, 22. Mai 2009

An das BKA - Kaffeetrinken mit Oma

Sehr geehrtes BKA,

morgen bin ich mit meiner Oma und zwei weiteren Damen im Alter von 79 und 84 Jahren im Cafe "Corsso" in Bad Salz-Ufflen verabredet. Ich möchte dort zwei schwarze Kaffee trinken und ein Stück Schnatterfleck mit Bienenstich verzehren. Im Gespräch mit den drei Damen geht es um Strickmuster, Bereifung von Rollstühlen und Gelenkartrose im rechten Beckenabschnitt. Weiterhin werden ich mindestens einmal die Herrentoilette aufsuchen und einmal nach draussen gehen um eine Zigarette der Marke Kur-Mark zu rauchen. Ich habe vorsichtshalber das ganze Kaffee angemietet, sodass ausser den Damen und ich niemand dort sein werden (der dubioses im Schilde führen könnte). Die Bedienung ist sorgfältig ausgewählt und hat keine Ahnung von nix (nein, falsch geraten, kein Bundespolitiker).

Dieses Kaffeekränzchen möchte ich hiermit als Versammlung (von mehr als drei Personen) bei Ihnen anmelden um, das was hier in Berlin passiert ist, zu vermeiden. Die älteren Herrschaften würden einen solchen Polizeieinsatz vermutlich nicht überleben.

Vielen Dank
H. Schrozberg

PS: Wie gehts meiner Katze?

1 Kommentar:

  1. Sehr geehrter Herr Schrozberg,

    leider können wir Ihrem Versammlungswunsch nicht entsprechen. Wo kämen wir denn da hin wenn sich jeder so einfach versammeln könnte, und vielleicht noch subversive Gedanken austauscht? Unter Beachtung folgender Massnahmen könnten Sie jedoch u.U. dennoch eine Genehmigung erwirken:

    1. vollständige Verwanzung des Gebäudes

    2. Austauschen des Personals durch verdeckte Ermittler des BKA

    3. Einreichen des vermutlichen Gesprächsverlaufs zur Vorabprüfung

    4. Angabe aller personenbezogenen Daten Ihrer Gesprächspartner. Auf Wunsch steht Ihnen das BKA zum Einrichten des Bundestrojaners auf Rechner der Zielpersonen gerne unterstützend zur Verfügung.

    mit freundlichen Grüssen,

    Ihr BKA

    P.S. Ihre Katze hat sich im Kreuzverhör als nicht sehr kooperativ gezeigt. Schade. Wir haben ihr aber zur Sicherheit eine Wanze in den Anus implantiert, würde uns doch sehr interessieren welche terroristischen Pläne sie so mit ihr diskutieren. Nichts für ungut!

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